Volles Haus und tolle Stimmung beim EQUITANA Cutting Cup

Es hat ein bisschen gedauert, bis die Rinderherde, die man für den EQUITANA Cutting Cup in die Halle 6 gelassen hatte "gesettled" war. Was das bedeutet, erklärte der Moderator: "Man möchte, dass die Herde an einer Stelle eine Ruhezone findet. Dort sollen die Rinder entspannen und wissen, dass sie hier quasi die Füße hoch und sich aufs Sofa legen können." Aha. Nach dem Motto: Hier bin ich Kuh, hier darf ich's sein.
Wenn die Rinder diese Stelle akzeptiert haben, beginnt der eigentliche Wettkampf. Ein Reiter nähert sich der Herde im Schritt, sondert ein Rind ab und von diesem Moment an arbeitet das Pferd selbstständig. Seine Aufgabe ist es, dem Rind den Weg zurück zur Gruppe abzuschneiden, es eben zu cutten. Der Reiter zeigt dem Pferd das Rind, das er von der Herde abhalten möchte, legt dann die Zügelfaust auf den Pferdehals und das Pferd arbeitet weitgehend selbstständig. Bewertet wird die Art und Weise, wie das Pferd mit der Kuh umgeht. Die Westernpferde haben einen natürlichen Instinkt für die Rinderarbeit, den sogenannten "Cow Sense". Aber Training ist natürlich auch nötig. 2,5 Minuten hat jeder Reiter Zeit für seine Vorstellung. Dabei kann er so viele Kühe arbeiten, wie er möchte. Wenn das Pferd bewiesen hat, dass es die Kuh "beherrscht", wird der Reiter sich der nächsten annehmen. Dem Starter zur Seite steht ein Team mit Helfern, die das Rind daran hindern, sein Heil in der Flucht zu suchen.
Cutting ist eine spektakuläre Disziplin, die immer viele Zuschauer hat. So auch heute. Die Ränge im großen Ring der EQUITANA waren so voll, dass die Ordner keine weiteren Besucher mehr zulassen konnten. Kein Wunder, waren doch mit unter anderem Ute Holm absolute Profis in dieser Sportart am Start.
Am Ende war es Malte Döring, der mit dem Hengst Kiss My Cat den Sieg davontrug. Kiss My Cat gilt in der Szene als eines der besten Cuttingpferde überhaupt. Das stellte er heute einmal mehr unter Beweis. Mit katzenartiger Geschmeidigkeit ließ er dem Rind keine Chance. Zum Schluss, als sein Reiter ihn bereits Richtung Ausritt lenkte, drehte der Hengst seinen Kopf nochmal zur Herde. Ganz so, als wolle er sagen: "Habe ich es Euch mal wieder gegeben!"
Apropos "geben" von den Richtern gaben für die Vorstellung der beiden einen Score von 74. Jeder Starter tritt an mit einem Score von 70. Er kann Pluspunkte sammeln oder Punktabzug bekommen, je nach Qualität seiner Performance, wobei Geschwindigkeit und Risiko eine Rolle spielen. Platz zwei in der Cutting-Konkurrenz ging an Michael Ohlhoff auf Zacs Peppy Ray (73) vor Ute Holm im Sattel von Borregos Shure Shot (72).
Quelle: "Equitana"






